ZERYON Podcast

Wake-Up Call für L&D: Der Winterschlaf, die Kettensäge und die Zukunft des Lernens

10. Juli 2026

Willkommen zu einer neuen, schonungslos ehrlichen Episode. Unser Weckruf an HR- und L&D-Entscheider: Wer heute noch reine Kursverwaltung betreibt, macht sich langfristig selbst überflüssig. Während KI die Arbeitswelt rasant verändert, verharren viele Personalentwicklungs-Abteilungen im „Wait-and-See“-Modus. In dieser Episode geht es um: * AI-Illiteracy: Warum KI-Tools ohne systematischen Kompetenzaufbau wie ungesicherte Kettensägen wirken – und welche Pflichten der EU AI Act mit sich bringt. * Verlust von Urteilsvermögen: Was passiert, wenn KI Routineaufgaben übernimmt und Nachwuchskräften das Lernen durch Erfahrung fehlt. * Das Ende starrer Schulungskataloge: Warum Lernen künftig direkt im Arbeitsfluss stattfinden muss. * Der Weg zur Learning Intelligence: Wie L&D vom Content-Verwalter zum Architekten organisationaler Kompetenz wird – unterstützt durch das ZERYON AI Ecosystem. Diese Folge richtet sich an Führungskräfte, HR-Strategen und Talent Manager, die Kompetenzentwicklung nicht länger nur verwalten, sondern strategisch steuern wollen. Jetzt reinhören.

Show-Notes & Transkript

[00:00:00] Speaker A: Stell dir mal vor, du betrittst so ein richtig altes Bürogebäude.

[00:00:05] Speaker B: Ja, so eines, das gefühlt seit Jahren im Winterschlaf lag.

[00:00:08] Speaker A: Genau. Die Rechner laufen da noch auf irgendwelchen uralten Betriebssystemen. An der Wand hängt ein Kalender von, Ich weiß nicht, 2019 und in diesen massiven Holzregalen verstauben dicke gedruckte Handbücher.

[00:00:21] Speaker B: Ein ziemlich deprimierendes Bild.

[00:00:23] Speaker A: Absolut. Aber genau dieses Gefühl, also dieses mulmige Gefühl beschleicht einen oft, wenn man heute so einen echten Blick in die Maschinenräume führt, vieler Unternehmen wirft, genauer gesagt in die L D Abteilungen, also Learning and Development.

[00:00:37] Speaker B: Richtig. Und das ist erschreckend.

[00:00:39] Speaker A: Und willkommen zu dieser exklusiven, wirklich tiefgehenden Erkundungstour. Wir haben heute nämlich eine ganz besondere Mission für dich. Wir wollen diesen Bereich, also die Weiterbildung, mal ordentlich aus dem Winterschlaf rütteln.

[00:00:52] Speaker B: Und wenn wir uns unsere Quellen ansehen, dann sehen wir ganz Die Zeit drängt extrem. Wir haben uns für dich durch einen wirklich massiven Berg an Material gearbeitet.

[00:01:03] Speaker A: Oh ja, das war einiges.

[00:01:04] Speaker B: Ja, da liegen strategische Analysen von McKinsey, Berichte von Harvard Business Publishing und auch sehr tiefgehende Forschungsarbeiten der Cornell University.

Dazu kommen dann noch Daten von der Association for Talent Development, vom Bitkom, der DGFP, also der Deutschen Gesellschaft für Personalführung. Und wir sind auch tief in die Whitepaper des Cerjon AI Ecosystems eingetaucht, eine Menge Holz.

[00:01:28] Speaker A: Und was mir da sofort aufgefallen ist, all diese Dokumente schreien im Grunde eine

[00:01:33] Speaker B: einzige Kernbotschaft, dass die alte Art der Weiterbildung gerade komplett kollabiert.

[00:01:38] Speaker A: Genau. Und zwar unter dieser schieren Geschwindigkeit des technologischen Wandels. Weißt du, was mich beim Lesen dieser Analysen absolut verblüfft hat?

[00:01:46] Speaker B: Erzähl.

[00:01:46] Speaker A: Man denkt ja intuitiv immer, die größte Hürde für Unternehmensweiterbildung sei das Budget, dass kein Geld da ist.

Aber die Studien zeigen wirklich glasklar, das größte Problem ist einfach die Zeit.

[00:01:59] Speaker B: Ja, das ist ein Wettlauf, Ein Wettlauf,

[00:02:01] Speaker A: der uns direkt zum, naja, zum Ende des sogenannten episodischen Lernens führt.

[00:02:05] Speaker B: Absolut. Und um diese Entwicklung überhaupt zu greifen, müssen wir uns mal den Status quo in den meisten dieser L D Abteilungen ansehen, den Winterschlaf. Richtig. Das traditionelle Modell dort basiert ja seit Jahrzehnten auf so starren Kurskatalogen. Ein typischer One Size fits all Ansatz.

[00:02:23] Speaker A: Ah Also das klassische Compliance Training im November, wo alle durch müssen.

[00:02:27] Speaker B: Genau das oder das Führungskräfteseminar März. Das nennt man episodisches Lernen. Es hat ein Startdatum und ein Enddatum. Und die McKinsey Analysen legen wirklich sehr detailliert dar, warum dieses Modell heute einfach

[00:02:42] Speaker A: mausetot ist, weil es zu langsam ist.

[00:02:45] Speaker B: Viel zu langsam. Stell dir mal den Lebenszyklus von so einem klassischen E Learning Kurs vor. Im Januar wird okay, wir haben da einen Bedarf. Dann gibt es Meetings, unzählige Meetings, Expertenrunden werden einberufen, ein Storyboard wird geschrieben, externe Agenturen produzieren aufwendige Videos. Das Ganze geht durch drei interne Freigabeschleifen. Oh Gott, ja, ich spüre den Schmerz.

Und dann irgendwann im August wird der Kurs endlich im System hochgeladen. Aber das Problem ist in unserer heutigen KI getriebenen Welt, da ist die Software oder der Prozess, der eigentlich im Januar geschult werden sollte, August doch schon wieder durch zwei neue Updates komplett verändert worden.

[00:03:32] Speaker A: Das heißt, das Wissen ist schon komplett veraltet, bevor überhaupt der erste Mitarbeiter auf Start klickt hat.

[00:03:38] Speaker B: Exakt. Die Investition war im Grunde umsonst.

[00:03:41] Speaker A: Weißt du, woran mich das erinnert? Das ist, als würde man heute einen gedruckten Reiseführer aus dem Jahr 2010 für einen Städtetrip. Nehmen.

[00:03:50] Speaker B: Oh, sehr guter Vergleich.

[00:03:52] Speaker A: Stell dir vor, du sitzt im Flugzeug, du blätterst da drin rum, liest dir alles genau durch und freust dich auf einen tollen Abend in einem bestimmten Restaurant. Aber wenn du dann vor Ort ankommst, dann existieren die Hälfte der Restaurants gar nicht mehr. Genau. Du stehst völlig orientierungslos im Regen. Du bist zwar theoretisch total gut vorbereitet, aber praktisch einfach aufgeschmissen.

[00:04:13] Speaker B: Und im Business Kontext ist das natürlich fatal. Wenn du da mit deinem veralteten Reiseführer losläufst, triffst du im schlimmsten Fall Fehlentscheidungen, die das Unternehmen richtig Geld kosten.

[00:04:24] Speaker A: Was ist dann die Lösung? Laut den Studien?

[00:04:26] Speaker B: McKinsey fordert da den sofortigen Übergang zum sogenannten Learning in the Flow of Work,

[00:04:32] Speaker A: also lernen direkt im Arbeitsfluss.

[00:04:34] Speaker B: Richtig lernen darf eben kein isoliertes Event mehr sein. Ein Mitarbeiter stößt auf ein spezifisches Problem in einem Projekt und er muss in exakt dieser Sekunde das nötige Wissen bekommen. In kleinen, wirklich hochrelevanten Einheiten.

[00:04:49] Speaker A: Kontextbezogene Hilfe in Echtzeit quasi.

[00:04:52] Speaker B: Genau. Aber, und das ist jetzt der Knackpunkt. Um diese enorme Geschwindigkeit überhaupt ansatzweise zu erreichen, greifen Unternehmen derzeit massenhaft zu einer, sagen wir mal, scheinbar simplen Abkürzung.

[00:05:06] Speaker A: Lass mich raten. Sie kaufen einfach Lizenzen für generative KI Tools und verteilen die an alle.

[00:05:11] Speaker B: Exakt das. Jeder kriegt einen Account für Microsoft Copilot oder ChatGPT oder was auch immer.

[00:05:17] Speaker A: Das Management setzt einen fetten Haken dahinter und denkt Super, ich Geschwindigkeitsproblem gelöst.

[00:05:23] Speaker B: Was in der Praxis aber zu einer massiven, völlig unstrukturierten und hochgefährlichen Schatten IT führt. Die Quellen, die wir gelesen haben, nutzen da einen wirklich drastischen Vergleich.

[00:05:34] Speaker A: Jetzt bin ich gespannt.

[00:05:35] Speaker B: Man würde seinen Mitarbeitern doch auch keine laufende Kettensäge in die Hand drücken, ohne ihnen vorher ganz genau zu zeigen, wie man die sicher bedient.

[00:05:42] Speaker A: OK, wow, eine Kettensäge.

[00:05:45] Speaker B: Ja, man muss doch erklären, wie man Rückschläge vermeidet, welche Schutzkleidung man braucht.

Aber bei generativer KI passiert gerade exakt das. Wir sprechen hier über das Phänomen des KI Analphabetismus oder AI Illiteracy.

[00:06:01] Speaker A: Also die Leute können die Werkzeuge eigentlich gar nicht richtig lesen oder verstehen.

[00:06:05] Speaker B: Richtig. Sie nutzen diese Tools zwar total begeistert, weil das Interface, also so ein simples Chatfenster, extrem intuitiv wirkt. Man tippt was ein, die Antwort kommt.

[00:06:16] Speaker A: Es wirkt halt wie Magie eben.

[00:06:19] Speaker B: Aber sie verstehen die darunterliegende Komplexität überhaupt nicht. Die ganzen algorithmischen Verzerrungen, die Halluzinationen und vor allem die Sicherheitsrisiken, was dann zu

[00:06:30] Speaker A: diesen berühmtlichen stillen Fehlern führt, oder?

[00:06:32] Speaker B: Genau die Das ist ein riesiges Problem. Jemand lässt sich Code generieren oder sagen wir, einen Marketingtext schreiben, liest einmal kurz drüber und weil die KI einfach so unheimlich eloquent formuliert, rutschen die faktischen Fehler einfach durch.

[00:06:47] Speaker A: Das fällt gar nicht auf den ersten Blick auf.

[00:06:49] Speaker B: Nein, und Und diese stillen Fehler sind ein echter organisatorischer Albtraum. Das fängt bei plausibel klingenden, aber komplett halluzinierten Fakten an, die dann ungeprüft in irgendwelchen Investorenpräsentationen landen.

[00:07:02] Speaker A: Oh je, das kann teuer werden.

[00:07:04] Speaker B: Und es geht weiter mit massiven Compliance Risiken und Datenschutzverletzungen. Stell dir vor, ein Mitarbeiter kopiert ahnungslos hochsensible Kundendaten oder geheime Finanzpläne in einen öffentlichen Prompt, nur um sich eine schnelle Zusammenfassung schreiben zu lassen.

[00:07:19] Speaker A: Oh mein Gott. Und damit speist er dann unbewusst das Trainingsmodell von einem externen Anbieter.

[00:07:24] Speaker B: Exakt. Die Zahlen von Gartner unterstreichen diese Diskrepanz auch wirklich eindrucksvoll. Weißt du, wie viele der befragten Unternehmen derzeit Microsoft Copilot pilotieren?

[00:07:35] Speaker A: Wahrscheinlich viele. 60 Prozent.

[00:07:38] Speaker B: Über 80 Prozent.

[00:07:39] Speaker A: Krass.

[00:07:40] Speaker B: Ja, aber jetzt kommt es. Nur erschreckende 16 Prozent haben das Tool tatsächlich flächendeckend implementiert.

[00:07:47] Speaker A: Warte mal, 16 Prozent? Das heißt, der riesige Großteil der Unternehmen kauft unfassbar teure Technologie, lässt sie dann aber ungenutzt liegen oder scheitert komplett an der Integration.

[00:07:57] Speaker B: Genau so ist es.

[00:07:58] Speaker A: Woran klemmt es denn da in der Praxis?

[00:08:01] Speaker B: Meistens scheitert es an der fehlenden Nutzerbereitschaft, an mangelndem Vertrauen und einfach dem schieren Unverständnis, wie man diese Tools in bestehende Prozesse sicher einbaut.

[00:08:11] Speaker A: Wahnsinn.

[00:08:12] Speaker B: Und die Situation ist mittlerweile so kritisch, dass der Gesetzgeber eine rote Linie gezogen hat.

[00:08:18] Speaker A: Der EU AI Act. Richtig?

[00:08:20] Speaker B: Ganz genau. Artikel 4 des neuen EU AI Acts macht den Aufbau von grundlegender KI Kompetenz für Arbeitgeber ab sofort gesetzlich zur Pflicht.

[00:08:28] Speaker A: Okay, das ist ein Gamechanger.

[00:08:30] Speaker B: Absolut. Unternehmen können jetzt nicht mehr einfach hoffen, dass ihre Mitarbeiter das schon irgendwie durch ausprobieren lernen. Diese L D Abteilungen müssen die Qualifizierung ab sofort compliance gerecht nachweisen.

[00:08:42] Speaker A: Okay, aber halt, warte mal, lass uns das mal ganz kurz kritisch hinterfragen.

[00:08:45] Speaker B: Gerne.

[00:08:46] Speaker A: Die ganze Prämisse von KI ist doch eigentlich, dass sie uns das Denken oder sagen wir die mühsame kognitive Schwerscharbeit ein gutes Stück weit abnimmt. Sie programmieren für uns, sie analysieren komplexe Datenberge. Warum müssen wir jetzt alle zwingend, also quasi über Nacht, zu KI Experten werden? Sollte die Technologie nicht einfach irgendwann so lautlos und fehlerfrei im Hintergrund arbeiten, dass wir uns da gar keine Gedanken mehr machen müssen?

[00:09:14] Speaker B: Und genau diese Annahme, also dass die KI uns das Denken irgendwann einfach komplett abnehmen wird, führt uns zum gefährlichsten Phänomen der gesamten KI Adoption. Okay, Ja, das ist ein Effekt, der in den Forschungsarbeiten der Cornell University sehr detailliert beschrieben wird. Die nennen das asymptomatischer KI Schaden.

[00:09:33] Speaker A: Asymptomatisch, das klingt wie aus der Medizin,

[00:09:37] Speaker B: da kommt der Begriff auch her. Ein asymptomatischer Schaden verläuft anfangs völlig ohne sichtbare Symptome. Merkst gar nicht, dass du krank bist.

[00:09:45] Speaker A: Verstehe. Und was heißt das jetzt im Unternehmenskontext?

[00:09:48] Speaker B: Kurzfristig jubelt das Management fantastische Produktivzielsteigerungen, Entwickler pushen plötzlich doppelt so viel Code, Marketingteams hauen dreimal so viele Kampagnen raus. Alles sieht auf den ersten Blick nach einem massiven, triumphalen Erfolg aus. Aber unter der Oberfläche wirklich langfristig und unsichtbar, führt genau diese Arbeitsweise zu einem dramatischen Verlust, und zwar an Autonomie, an Krisen, kritischer Denkfähigkeit und an fundamentalem Urteilsvermögen bei den Mitarbeitern.

[00:10:20] Speaker A: Wow. Aber wie genau frisst sich dieser asymptomatische Schaden denn in den Arbeitsalltag? Also was passiert da konkret in den Köpfen der Mitarbeiter, wenn sie wochenlang mit diesen Tools arbeiten?

[00:10:32] Speaker B: Die Forscher beleuchten da zwei sehr konkrete, drastische Effekte. Der erste nennt sich Vigilanzmüdigkeit, auf Englisch Vigilance Fatigue.

[00:10:42] Speaker A: Vigilanzmüdigkeit.

[00:10:43] Speaker B: Erklär mal, stell dir den typischen Arbeitsalltag eines Redakteurs oder von mir aus eines Programmierers vor, der extrem intensiv KI nutzt. Seine Hauptaufgabe verschiebt sich plötzlich völlig.

[00:10:56] Speaker A: Er tippt nicht mehr selbst Genau, er

[00:10:58] Speaker B: erzeugt Inhalte nicht mehr von Grund auf, sondern er wird zu einem permanenten Korrekturleser von KI generierten Entwürfen. Er verbringt Stunden damit, Texte oder Codezeilen auf subtile kontextuelle Fehler zu prüfen.

[00:11:12] Speaker A: Das stelle ich mir wahnsinnig anstrengend vor.

[00:11:15] Speaker B: Ist es auch. Das menschliche Gehirn ist evolutionär schlichtweg nicht dafür gemacht, stundenlang hochkonzentriert nach winzigen Anomalien in einer Flut von ansonsten perfekt strukturierten Informationen zu suchen.

[00:11:27] Speaker A: Das Gehirn schaltet dann einfach irgendwann ab, weil ja alles auf den ersten Blick total richtig aussieht.

[00:11:32] Speaker B: Exakt. Und diese ständige monotone Gegenkontrolle führt zu einer extrem kognitiven Ermüdung.

Daraus resultiert dann der sogenannte Quality Drift,

[00:11:42] Speaker A: also die Qualität sinkt schleichend.

[00:11:45] Speaker B: Ja. Nach ein paar Wochen fangen die Mitarbeiter an, der Maschine einfach blind zu vertrauen. Sie lesen nur noch den ersten und den letzten Abschnitt, überfliegen den Code so ein bisschen und klicken direkt auf Akzeptieren. Die Fehlerhäufigkeit steigt also schleichend, aber unbemerkt. An, weil die menschliche Kontrollinstanz völlig zermürbt ist.

[00:12:04] Speaker A: Weißt du was?

Das ist im Grunde exakt wie beim Navigationssystem im Auto.

[00:12:10] Speaker B: Wie meinst du das?

[00:12:11] Speaker A: Naja, stell dir vor, ich ziehe in eine neue Stadt und ich folge jahrelang jeden verdammten Tag blind den Anweisungen meines Navis. Dann verlerne ich doch völlig, mich selbst zu orientieren.

Ich komme zwar am Anfang immer superschnell und effizient an mein Ziel, aber mein innerer Kompass, der verkümmert total.

[00:12:32] Speaker B: Das stimmt.

[00:12:33] Speaker A: Wenn das Navi dann irgendwann mal keinen Empfang hat oder eine Straße wegen ner Baustelle kurzfristig gesperrt ist, dann bin ich komplett hilflos. Ich weiß nicht, wo Norden ist. Ich weiß nicht, wie die Viertel zusammenhängen, weil ich nie eine eigene mentale Landkarte aufgebaut habe.

[00:12:48] Speaker B: Eine sehr treffende Beobachtung. Und der Verlust genau dieser mentalen Landkarte bringt uns direkt zum zweiten großen. Die Cornell University nennt das die Mentoring Lücke oder Mentoring Gap.

[00:13:00] Speaker A: Okay, was hat das mit Mentoring zu tun?

[00:13:03] Speaker B: Wenn wir deinen Gedanken mal weiterspinnen und die KI ab sofort alle Routineaufgaben und diese Anfängerarbeiten übernehmen lassen, also das Schreiben der ersten Textentwürfe, das Sammeln von Daten, das Programmieren von simplen Standard Codeblöcken, dann nehmen wir unseren eigenen Nachwuchskräften genau das Material weg, an dem sie bisher beruflich gewachsen sind.

[00:13:24] Speaker A: Ah, das gesamte Learning by Doing für die Junioren fällt also komplett ersatzlos weg.

Sie springen quasi direkt zum perfekten Endergebnis.

[00:13:34] Speaker B: Und das hat katastrophale langfristige Konsequenzen für die Talentpipeline eines jeden Unternehmens. Ein Junior Mitarbeiter baut seine Intuition, sein tiefes Fachwissen und sein Gespür für komplexe Zusammenhänge doch genau dadurch auf, dass er anfangs eben diese mühsame, fehleranfällige und repetitive Arbeit macht.

[00:13:54] Speaker A: Er muss sich da durchbeißen.

[00:13:56] Speaker B: Genau.

Er lernt die Struktur der Datenbanken überhaupt erst kennen, weil er stundenlang Bugs sucht. Er versteht die feinen Nuancen der Kundenkommunikation, weil er hunderte Entwürfe von seinem Chef umgeschrieben bekommt. Wenn die KI ihm all das sofort perfekt auf dem Silbertablett liefert, fehlt ihm diese extrem entscheidende, prägende Entwicklungsphase.

[00:14:15] Speaker A: Es ist eigentlich logisch, aber extrem beängstigend. In zehn Jahren stehen diese Junioren dann vor der Herausforderung, Senior Rollen einzunehmen und

[00:14:24] Speaker B: wie sollen sie dann hochkomplexe strategische, technische oder ethische Entscheidungen treffen, wenn sie das grundlegende Handwerkszeug nie wirklich von der Pike auf verinnerlicht haben.

[00:14:34] Speaker A: Das ist wirklich ein massiver Weckruf. Wir züchten uns da gerade eine Generation von Mitarbeitern heran, die zwar hervorragend Prompts in ein Chatfenster tippen können, aber bei denen das fundamentale Verständnis für das eigene Gewerk komplett erodiert ist.

[00:14:48] Speaker B: So ist es.

[00:14:49] Speaker A: Und das bringt uns unweigerlich zurück zu unseren L D Abteilungen im Winterschlaf. Wie sollen die denn jetzt verhindern, dass der Belegschaft dieser innere Kompass verloren geht?

[00:14:57] Speaker B: Sie müssen massiv eingreifen, aber eben nicht auf die alte Art. Es bringt überhaupt nichts, jetzt einfach eine Kurs zum Thema Prompting für Anfänger ins Intranet zu stellen.

[00:15:06] Speaker A: Das wäre wieder der episodische Ansatz.

[00:15:09] Speaker B: Ganz genau. Die Harvard Business Publishing hat dafür ein sehr klares Konzept formuliert. L D muss sich vom bloßen Administrator von Pflichtschulungen hin zum Architekten der kollektiven Intelligenz wandeln.

[00:15:22] Speaker A: Architekt der kollektiven Intelligenz das klingt nach einem großen Titel, ist es auch.

[00:15:29] Speaker B: Kollektive Intelligenz meint in diesem Kontext die wirklich orchestrierte, synergetische Zusammenarbeit zwischen menschlicher Expertise und künstlichen Systemen. KI ersetzt die L D Abteilung nicht. KI zwingt L D Dazu, radikal strategischer zu werden.

[00:15:45] Speaker A: Sie müssen also eine völlig neue Kompetenz Architektur für das Unternehmen entwerfen.

[00:15:50] Speaker B: Exakt.

[00:15:51] Speaker A: Und wie genau sieht diese Architektur in der Praxis aus, wenn es eben nicht einfach nur um noch mehr neue E Learning Module geht?

[00:15:59] Speaker B: Es geht um partizipative Einführungsprozesse und ein echtes Redesign der täglichen Arbeit.

Die DGFP betont hier stark den Ansatz der Human Centric AI, also der Mensch im Mittelpunkt. Genau der Mensch mit seinen Stärken, aber eben auch mit seinen Ängsten und muss das Maß der Dinge bleiben.

L D muss beispielsweise AI Guilds etablieren, also interdisziplinäre Lerngruppen oder AI Champions benennen. AI Champions, ja, das sind keine teuren externen Berater, sondern wirklich Mitarbeiter auf Augenhöhe direkt aus den Fachabteilungen, die den Wandel begleiten. L D muss die Abteilungen dabei unterstützen, Arbeitsabläufe komplett neu zu definieren.

Die Leitfrage ist nicht Welchen Kurs braucht Team XY?

Die Frage Wie organisieren wir die Prozesse in Team Y neu, wenn die KI ab heute 50 Prozent der Rechercheaufgaben übernimmt, ohne dass unsere Junioren dabei abstumpfen.

[00:17:03] Speaker A: OK, also ich muss da mal reingrätschen. Das klingt in der Theorie wirklich absolut fantastisch. Kollektive Intelligenz, Human Centric AIDS Job Redesign, super. Aber wenn ich mir die Realität der allermeisten L D Abteilungen heute ansehe, also die Leute dort verbringen einen Großteil ihrer Arbeitszeit doch damit verzweifelt, irgendwelche starren Excel Listen abzugleichen. Die tracken Compliance Zertifikate manuell und verwalten veraltete Kurskataloge im Intranet.

[00:17:31] Speaker B: Das ist wahr.

[00:17:32] Speaker A: Das ist pure Administration.

Wie sollen die denn plötzlich quasi aus dem Nichts diese hochstrategischen Architekten der kollektiven Intelligenz werden?

Dafür fehlt denen doch jegliche Zeit. Und vor allem fehlt die technologische Infrastruktur.

[00:17:47] Speaker B: Du triffst den Nagel auf den Kopf. An genau dieser Kluft zwischen strategischem Anspruch und der operativen Realität scheitern derzeit unzählige

[00:17:55] Speaker A: Unternehmen, weil die Systeme das nicht hergeben.

[00:17:57] Speaker B: Genau die traditionelle technologische Infrastruktur, also das klassische Learning Management System, kurz LMS, das ist schlichtweg nicht dafür gebaut, diese neuen, wahnsinnig dynamischen Anforderungen auch nur ansatzweise abzubilden.

[00:18:13] Speaker A: Ein klassisches LMS verwaltet eben Kurse.

[00:18:15] Speaker B: Es verwaltet Kurse und Zertifikate, es verwaltet ganz sicher keine kollektive Intelligenz und es erkennt erst recht keine asymptomatischen KI Schäden. Hier beschreiben die Whitepaper, die wir analysiert haben, einen echten Paradigmenwechsel, der genau dieses Infrastrukturproblem lösen soll.

[00:18:31] Speaker A: Und Das ist dieses CerionEye Ecosystem, das du vorhin erwähnt hast.

[00:18:35] Speaker B: Exakt das Cerion AI Ecosystem.

[00:18:39] Speaker A: Okay, aber ist Cerion dann einfach die nächste Generation von LMS, Also wieder so eine neue Software, die alles bisherige ablösen soll und verspricht, alles viel besser zu machen?

[00:18:49] Speaker B: Das ist der entscheidende Irrtum, den man hier unbedingt vermeiden muss. Sereon ist eben nicht einfach ein weiteres LMS. Es zwingt Unternehmen überhaupt nicht dazu, ihre teure bestehende Infrastruktur wegzuwerfen.

[00:19:01] Speaker A: Ah, OK.

[00:19:02] Speaker B: Wenn ein Konzern Beispielsweise, sagen wir LearnDash oder ein ähnliches System bereits tief in seine Prozesse integriert hat, dann bleibt dieses LMS völlig unangetastet bestehen. Es liefert weiterhin zuverlässig das Fundament, also die gesetzlichen Pflichtschulungen, die starren Kurse, die Basiszertifikate.

[00:19:19] Speaker A: Und was macht Cerion dann?

[00:19:21] Speaker B: Cerion legt sich als hochintelligente, extrem dynamische Schicht einfach über diese bestehende Infrastruktur. Es fungiert als sogenanntes Capability Intelligence Ecosystem.

[00:19:32] Speaker A: Capability Intelligence Ecosystem. Okay, das mal für mich greifbar zu machen.

Das herkömmliche LMS ist also sozusagen das massive alte Bücherregal in unserer Unternehmensbibliothek, in dem die Kurse und Handbücher einfach stumm herumstehen und warten, bis jemand zufällig danach sucht.

[00:19:53] Speaker B: Ein sehr schönes Bild.

[00:19:54] Speaker A: Und Sereon ist dann quasi der hyperintelligente Bibliothekar.

[00:19:59] Speaker B: Ganz genau.

[00:20:00] Speaker A: Ein Bibliothekar, der nicht nur jedes einzelne Buch in und auswendig kennt, sondern der auch genau weiß, an welchem Projekt ich gerade in diesem Moment arbeite, der meine persönlichen fachlichen Schwächen sieht und der mir exakt das richtige Kapitel direkt auf den Schreibtisch legt in der Sekunde, in der ich im Arbeitsfluss stecken bleibe.

[00:20:20] Speaker B: Das beschreibt den Kern des Systems wirklich perfekt. Sereon löst das Problem durch die sogenannte Knowledge Intelligence.

[00:20:27] Speaker A: Knowledge Intelligence, ja.

[00:20:30] Speaker B: Es vernetzt nicht nur die formellen Lerninhalte, also die Kurse, sondern auch interne Dokumente, Prozesse und vor allem, und das ist riesig, das implizite Expertenwissen, das oft nur in den Köpfen einzelner Mitarbeiter existiert.

[00:20:45] Speaker A: Oh, das ist ein wichtiger Punkt. Wissensverlust ist ja ein massives Thema.

[00:20:49] Speaker B: Absolut.

Wenn so ein absoluter Fachexperte nach 20 Jahren das Unternehmen verlässt und in Rente geht, verschwindet kritisches Wissen oft für immer aus dem Betrieb.

Cerion greift genau hier ein.

[00:21:02] Speaker A: Hast du da ein Beispiel aus der Praxis?

[00:21:03] Speaker B: Klar, wenn ein Mitarbeiter beispielsweise einen extrem komplexen Projektantrag schreibt und einfach nicht weiter weiß, dann liefert Cerion ihm nicht einfach einen zweistündigen Kurs zum Thema Projektmanagement. Das wäre zu spät.

[00:21:16] Speaker A: Das wäre wieder episodisch richtig.

[00:21:19] Speaker B: Das System analysiert stattdessen semantisch, woran der Mitarbeiter gerade arbeitet, findet einen ähnlichen super erfolgreichen Antrag aus dem Vorjahr, extrahiert genau den relevanten Abschnitt und vernetzt den Mitarbeiter direkt mit dem Kollegen, der diesen Antrag damals geschrieben hat.

[00:21:37] Speaker A: Wahnsinn. Das ist dann wirklich echtes Learning in the flow of work.

[00:21:41] Speaker B: Absolut.

[00:21:41] Speaker A: Aber wie löst Cerjon denn dieses alte Gießkannenprinzip bei der Weiterbildung? Weißt du, wo alle 50 Mitarbeiter das gleiche Seminar absitzen müssen, völlig unabhängig von ihrem Vorwissen. Der eine langweilt sich zu Tode, der andere kommt nicht mit.

[00:21:56] Speaker B: Es funktioniert über sogenanntes Adaptive Learning. Das System analysiert dynamisch und quasi in Echtzeit die Skills Gaps, also die tatsächlichen Kompetenzlücken jedes einzelnen Mitarbeiters.

[00:22:08] Speaker A: Es schaut also, was wer wirklich braucht.

[00:22:10] Speaker B: Genau. Und es passt die Lernpfade kontinuierlich an. Wer in einem Bereich bereits sehr stark ist, überspringt die Grundlagen komplett und langweilt sich eben nicht. Wer an einer bestimmten Stelle strauchelt, bekommt zusätzliche, genau zugeschnittene Microlearning Einheiten. Cerion vergleicht dabei das aktuelle Skillset der Belegschaft permanent mit den strategischen Zielen des

[00:22:31] Speaker A: gesamten Unternehmens, was ja bedeuten würde, dass LND endlich mal handfeste Daten für das Management liefern kann.

[00:22:38] Speaker B: Endlich.

[00:22:39] Speaker A: Ja. Bisher bestand das Reporting in vielen Firmen ja oft nur aus der 95 Prozent der Belegschaft haben das Compliance Video bis zum Ende durchlaufen lassen. Das sagt doch absolut nichts darüber aus, ob jemand auch nur einen Funken gelernt hat.

[00:22:54] Speaker B: Und das ist auch definitiv keine Metrik, die den Vorstand heutzutage noch interessiert. Die Frage, die das Business beantwortet haben will, lautet ganz anders, nä Sie Wir bringen in sechs Monaten eine völlig neue KI getriebene Produktlinie auf den Markt.

Welche unserer Vertriebsteams sind heute schon in der Lage, diese Produkte technisch zu verstehen und zu verkaufen? Und wo genau fehlen uns noch die nötigen Kompetenzen?

[00:23:22] Speaker A: Und Sereon kann das beantworten.

[00:23:24] Speaker B: Ja.

Sereon macht diesen Business Impact messbar. Es liefert Echtzeit Insights über die tatsächliche organisationale Bereitschaft, die sogenannte Readiness.

Durch diese neue Infrastruktur wird L D vom reinen Kostenfaktor und Seminarverwalter zu einem echten strategischen Business Treiber, der das Unternehmen aktiv wettbewerbsfähiger macht.

[00:23:47] Speaker A: OK, lass uns diesen gewaltigen Bogen für dich als Hörer noch einmal ganz kurz zusammenfassen, damit wir das Gesamtbild klar vor Augen haben.

[00:23:55] Speaker B: Gerne.

[00:23:56] Speaker A: Wir haben gesehen, warum die L D Abteilungen zwingend aus ihrem Winterschlaf erwachen müssen.

Das starre Konzept des episodischen Lernens, also unser Veralteter Reiseführer aus 2010 funktioniert in der heutigen Geschwindigkeit einfach nicht mehr.

[00:24:11] Speaker B: Es ist tot.

[00:24:12] Speaker A: Wir haben die Gefahren beleuchtet, wenn man der Belegschaft völlig unvorbereitet KI-Kettensägen in die Hand. Drückt und verstanden, warum die EU nun KI Kompetenz sogar vorschreibt.

[00:24:22] Speaker B: Der AI Act.

[00:24:23] Speaker A: Genau. Und wir müssen massiv aufpassen, dass unser kritischer intellektueller Kompass nicht durch diese Vigilanzmüdigkeit und die Mentoring Lücke verkümmert.

[00:24:32] Speaker B: Asymptomatische KI Schäden.

[00:24:34] Speaker A: Richtig. Die Lösung riecht in der Metamorphose von L D. Hin zu Architekten der kollektiven Intelligenz. Und um diese gigantische Aufgabe überhaupt stemmen zu können, brauchen sie technologische Brückenbauer wie das Cerion Ecosystem, das als intelligente Schicht über den alten Systemen liegt und Wissen kontextbezogen, adaptiv und messbar, die direkt in den Arbeitsfluss integriert.

[00:24:59] Speaker B: Das bringt die strategische Transformation wirklich genau auf den Punkt. Die Technologie dafür, die ist jetzt verfügbar. Die wirkliche Herkulesaufgabe ist nun die kulturelle Umsetzung in den Betrieben.

[00:25:11] Speaker A: Ja, die Kultur ist immer das Schwerste. Und genau dazu haben wir noch einen abschließenden, vielleicht etwas provokanten Gedanken für dich, den du auf dem Weg ins nächste Meeting mal in Ruhe durchdenken kannst.

Einen Gedanken, der die Rolle des Lernens noch einen großen Schritt weiter in die Zukunft projiziert.

[00:25:29] Speaker B: Wir haben ja heute intensiv darüber gesprochen, wie KI und adaptive Systeme wie Cerion unsere individuellen Skill Gaps super präzise erkennen und das Lernen exakt daran anpassen.

Aber denk mal darüber nach, wenn diese adaptiven Systeme bald besser, viel schneller und vor allem schonungsloser als wir selbst erkennen, was wir alles nicht wissen und wo unsere fachlichen Schwächen liegen, verschiebt sich dann nicht die Kernaufgabe von L D völlig?

[00:25:57] Speaker A: Oh, das ist ein interessanter Punkt.

[00:25:59] Speaker B: Wird die wichtigste Aufgabe der Personalentwicklung in der Zukunft vielleicht gar nicht mehr das Lehren von Inhalten sein, sondern vielmehr das Schaffen von radikaler psychologischer Sicherheit in den Teams?

[00:26:10] Speaker A: Psychologische Sicherheit, weil die Maschine unsere Lücken aufdeckt?

[00:26:13] Speaker B: Ganz genau. Wir müssen doch Unternehmenskulturen bauen, in denen Mitarbeiter überhaupt erst den Mut und die Offenheit aufbringen, sich von einer unbestechlichen Maschine täglich den Spiegel der eigenen Inkompetenz vorhalten zu lassen, und zwar ohne aus purer Angst vor Gesichtsverlust oder negativen Bewertungen sofort in eine völlige Abwehrhaltung zu verfallen.

[00:26:36] Speaker A: Ein enorm starker Gedanke zum Wenn die Maschine meine Schwächen genauer analysiert als mein eigener Vorgesetzter, dann brauche ich verdammt noch mal ein Umfeld, das mich dafür nicht bestraft, sondern mich beim Wachsen unterstützt.

[00:26:48] Speaker B: Absolut. Ohne diese Sicherheit scheitert die beste Technologie.

[00:26:52] Speaker A: Wahnsinn. Vielen Dank, dass du heute bei unserer tiefgehenden Erkundungstour dabei warst. Wir hoffen wirklich, du nimmst einige Erkenntnisse mit in deinen Arbeitsalltag. Bis zum nächsten Mal.

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